medienmitteilung - zermatt bergbahnen
Zermatt, 9. Dezember 2005
Ausbaustudien Matterhorn glacier paradise (Klein Matterhorn)
durch die Zermatt Bergbahnen AG
Das Matterhorn glacier paradise soll nicht nur ein USP der atemberaubenden Aussicht in
der hochalpinen Gletscherwelt bleiben, welche die Sommergäste „frierend" bestaunen,
die Gäste sollen sich in Zukunft im Matterhorn glacier paradise auch wohl und geborgen
fühlen, aber auch das Erlebnis-angebot soll erweitert und verbessert werden. Die
Absicht der Zermatt Bergbahnen ist es, diesen Peak so attraktiv auszubauen, dass er eine
weltweite Publizität erreicht und im Vergleich zu seinen Mitbe-werbern eine
Spitzenposition einnimmt. Durch diesen Ausbau sollen vor allem im Frühjahr und
Sommer, wo eine grosse Kapazität der Hotels und Ferienwohnungen brach liegt, neue
Gäste gewonnen und die Auslastung verbessert werden.
Die Zermatt Bergbahnen haben seit 2002 bereits 125 Mio. in den Ersatz von Bahnen und
Ausbau der Schneianlagen investiert. Die Strategie des Verwaltungsrates sieht weitere
Investitionen in den Ersatz von Bahnen und Ausbau von Schneianlagen, aber auch
Attraktivitätssteigerungen des Peaks Matterhorn glacier paradise vor. Er hat
darum beschlossen von fünf schweizerischen Architekturbüros Studien für
einen Ausbau erstellen zu lassen.
Das Pflichtenheft beinhaltete Folgendes:
- Zentralen für Heizung, Lüftung, Wasser, Abwasser und Elektro, damit die Erschliessung des Matterhorn glacier paradise mit Wasser, Abwasser und einer neuen Hochspannungsleitung erfolgen kann.
- WC Anlagen.
- Souvenirshop und Cafeteria.
- Attraktive Aussichtsplattform, auch bei schlechtem Wetter nutzbar.
- Neue Lifte zur Aussichtsplattform mit genügend Kapazität.
- Unterirdischer Zugang zum Gletscher Palast.
- Attraktives Restaurant.
- Übernachtungsmöglichkeiten mit 40 Betten im Stil einer SAC „Hütte".
- Platzreserve für eine Dreiseilbahn vom Trockenen Steg, sowie für eine Pendelbahn vom Raum Testa Grigia / Theodulpass.
- Heinz Julen hat zusätzlich die Idee eines Hotels eingebracht. Die Zermatt Bergbahnen werden kein Hotel finanzieren, sind aber gesprächsbereit, falls ein Dritter dieses Hotel finanzieren will.
Von den 5 Studien werden zwei weiter verfolgt, nämlich jene von Heinz Julen
und Architekt Ueli Lehmann sowie vom Architekturbüro Mooser, Petrig,
Lauber in Zermatt und den Architekten Steinmann & Schmid Architekten, Basel.
Vertieft geprüft werden im Hinblick auf eine mittel- bis langfristige Realisierung
vor allem folgende Aspekte: Machbarkeit, Kosten, Finanzierbarkeit (ohne Hotel)
Wirtschaftlichkeit, Etappierbarkeit und Betrieb, Entscheide sind noch keine gefällt.
Im März 2006 sollten die Abklärungen soweit abgeschlossen sein, dass entschieden
werden kann, welches Projekt weiter verfolgt wird. Erste Priorität wird sein, den
Ausgang zum Gletscher zu verbessern und den Zugang zum Gletscher Palast unterirdisch zu
erstellen. Geprüft wird auch ein Umbau der bestehenden Pendelbahn Trockener Steg -
Klein Matterhorn auf eine Zwei- oder Dreiseilbahn zur Erhöhung der Kapazität
und allenfalls weitere bahnbetriebliche Bedürfnisse wie zum Beispiel Bau einer
Pendelbahn Raum Testa Grigia / Theodulpass - Klein Matterhorn. Der Ausbau des
Matterhorn glacier paradise beeinflusst die Erschliessung des Stockhorngebietes nicht.
Die Zermatt Bergbahnen haben mit der Einwohnergemeinde, welcher das nicht
landwirtschaftlich nutz-bare Gebiet von Zermatt gehört, eine Grundsatzvereinbarung
abgeschlossen bezüglich der Bau- und Dienstbarkeitsrechte unter anderem auch
für das Matterhorn glacier paradise. Der Ausbau des Matterhorn glacier paradise
(ohne Hotel) soll grundsätzlich durch die Zermatt Bergbahnen erfolgen. Mit der
Matterhorn Group werden zurzeit Gespräche geführt über eine allfällige
Zusammenarbeit im Bereich der Gastronomie, falls im Matterhorn glacier paradise ein
Restaurant gebaut wird.
Zermatt, 9. Dezember 2005
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